ORT: Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart
Zukunftsfragen werden beim Ausstellungsprojekt insight: Zukunft als Praxis nicht als abstrakte Diskussion, sondern als kollektive, körperliche Praxis verhandelt. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Kunst und Performance experimentelle Felder sind, in denen alternative Lebenszusammenhänge vorgeschlagen und erprobt werden können – wenn auch nur temporär. Schon 2019 mit „Small Projects for Coming Communities“ standen diese Betrachtungen im Fokus unseres Ausstellungsprojekts insight:. Daran knüpfen wir an und laden Künstler*innen ein, ihre Ansätze und Fragestellungen mit den Teilnehmenden gemeinsam zu erproben und zu diskutieren.
Beteiligt sind zeitgenössische Künstler*innen, Performer*innen und Choreograf*innen, die an der Schwelle zwischen bildender Kunst und Theater arbeiten, u.a. Emilia Dorr, Byungseo Yoo, Fara Peluso, das Kollektiv Dreaming in Women*, Theo Gomes.
Eröffnung: Do 12.11.26, 18:30 Uhr
Dauer: Do 12.11.- Fr 11.12.26, immer Mo – Fr, 9-18 Uhr, an Feiertagen geschlossen.
19.9.2616 - 19:30 Uhr
Wir machen veganes Kimchi – mit Menschen und Bakterien
ORT: Soziokulturelles Zentrum LABYRINTH, Urbanstraße 64, Stuttgart
In Vorbereitung auf das bevorstehende Ausstellungsprojekt „Zukunft als Praxis“ von insight:, das am 12.11. im Haus der Katholische Kirche eröffnet wird, laden wir ein, gemeinsam mit dem Künstler Byungseo Yoo veganes Kimchi zuzubereiten. Im Workshop werden saisonale Zutaten aus der Region verarbeitet und die Grundlagen der koreanischen Fermentierung angewendet. Die Teilnehmenden erkunden bei der Zubereitung, wie Mikroben dabei helfen, Lebensmittel im Laufe der Zeit zu verwandeln. Gemeinsam möchte der Künstler mit den Teilnehmenden “unsere mikrobiellen Freunde wahrnehmen, die uns seit Anbeginn der Menschheit begleiten”.
Byungseo Yoo (geb. in Südkorea) lebt in Genf. Durch künstlerische Forschung bewegt sich seine Praxis zwischen Film, Fermentierung und partizipativen Arbeiten und untersucht, wie alltägliche Materialien und Esskulturen Erinnerung, Ökologie und Migration in sich tragen. Er entwickelt fortlaufende soziale Fermentierungsprojekte und ist Mitglied von Visarte Genève.
Bitte mitbringen: Schürze, 1-2 kleine Einmachgläser o.ä. und Steine zum Beschweren des eigenen Kimchi. Workshop in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung. Kooperation mit: Soziokulturelles Zentrum LABYRINTH
Mit der Bitte um Anmeldung unter diesem Link. Eintritt frei. Spenden erbeten.
14.11.2611-13 Uhr
insight: Workshop mit der Künstlerin Fara Peluso
ORT: Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart
Die Künstlerin Fara Peluso entwirft mit ihrem Projekt „Synthenesis“ ein Szenario für die nahe Zukunft, in dem Menschen Spirulina-Algen als Nahrungsquelle selbst anbauen und in ihren Alltag sowie ihre Rituale integrieren können – mithilfe „lebender Maschinen“, die diesen Syntheseprozess unterstützen.
„Synthenesis“ entwirft und beschreibt sie selbst als eine solche lebende Maschine: eine Kunstinstallation, die ein hybrides Organ aus menschlichen und nicht-menschlichen Bestandteilen darstellt – in Anlehnung an das menschliche Gehirn und das „Bauchhirn“ (das enterische Nervensystem). Durch eine chemische Reaktion der Sphärisierung – ein Verfahren aus der Molekularküche, bei dem eine Flüssigkeit in eine Gelmembran aus Natriumalginat und Calciumchlorid eingeschlossen wird – entstehen synthetische, essbare Spirulina-Perlen.
Das Projekt hinterfragt unsere Möglichkeiten zur Gestaltung der Zukunft und thematisiert dabei Aspekte wie Fürsorge, Entscheidungsfindung und Selbstbefähigung (Empowerment). Im Workshop beschreibt die Künstlerin anhand der Installation in der Ausstellung ihre Arbeit und ihr Vorgehen und beteiligt die Teilnehmenden aktiv daran.
“Synthenesis“ ist im Rahmen einer Kollaboration mit QuoArtis (ES) entstanden und wurde durch EU-Fördermittel „Tiling Roots & Seeds 2024 – 2025“ finanziert.
Fara Peluso untersucht in ihrer künstlerischen Arbeit Möglichkeiten, eine tiefere Verbindung zwischen dem Menschen und der Natur, lebenden Organismen sowie biologischen Prozessen herzustellen; v.a. befasst sich Fara Peluso intensiv mit der Erforschung von Algen; sie lässt sich von ihnen inspirieren und untersucht deren „Poesie“ sowie ihre Eigenwirksamkeit. Die Künstlerin studierte Industriedesign an der Architekturfakultät der Universität „La Sapienza“ in Rom. Heute lebt sie in Berlin.
Mit der Bitte um Anmeldung unter diesem Link. Eintritt frei.
14.11.16 - 19:30 Uhr
Go-Go Sourdough Udon Dancing Platform mit Byungseo Yoo
ORT: Soziokulturelles Zentrum LABYRINTH, Urbanstraße 64, Stuttgart
Im Rahmen des Ausstellungsprojekts insight: Zukunft als Praxis laden wir ein, gemeinsam mit dem Künstler Byungseo Yoo an einer partizipativen Performance zur Herstellung von Udonnudeln teilzunehmen, die Bewegung, Klang, Fermentierung und gemeinsames Kochen vereint.
Inspiriert von traditionellen japanischen Methoden der Udon-Nudelherstellung kneten die Teilnehmer*innen den Teig zu rhythmischer Musik mit den Füßen und verwandeln so den Zubereitungsprozess in eine gemeinschaftliche kulinarische Praxis. Die Verarbeitung wird zu Choreografie, Rhythmus und Dialog – eine verkörperte Erkundung ökologischer Interdependenz, mikrobiellen Lebens und kollektiver Transformation. Gemeinsam bereiten wir frische Udon-Nudeln zu, reflektieren über die unsichtbaren Prozesse, die das tägliche Leben erhalten, und lassen den Abend bei einem gemeinsamen Essen mit hausgemachten Udon und Kimchi ausklingen. Ein Zukunftsmodell des gemeinsamen Essens und Feierns.
Byungseo Yoo (geb. in Südkorea) lebt in Genf. Durch künstlerische Forschung bewegt sich seine Praxis zwischen Film, Fermentierung und partizipativen Arbeiten und untersucht, wie alltägliche Materialien und Esskulturen Erinnerung, Ökologie und Migration in sich tragen. Er entwickelt fortlaufende soziale Fermentierungsprojekte und ist Mitglied von Visarte Genève.
Bitte mitbringen: Eigene Schürze. Workshop in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung.
Kooperation mit: Soziokulturelles Zentrum LABYRINTH
Mit der Bitte um Anmeldung unter diesem Link. Eintritt frei. Spenden erbeten.
18.11.2617 - 19:30 Uhr
„someone in some future time will think of us“ (Sappho, Fragment 147), Gemeinsames Lesen mit Dreaming in Women*
ORT: Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart
Das Kollektiv Dreaming in Women* nutzt den öffentlichen Raum für gemeinsames lautes Lesen: als Intervention, Konversation, poetische Recherche, als Protest, Performance und Zusammenkunft. Im Rahmen der Ausstellung lesen wir queerfeministische Texte über vergangene und zukünftige Gemeinschaften, u. a.
von Sappho, Anne Carson, Kae Tempest, Christine de Pizan und anderen utopischen Poet*innen – und hinterlassen Spuren aus den Texten in der Ausstellung.
Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten.
Mit der Bitte um Anmeldung unter diesem Link. Eintritt frei.
21.11.2611 - 19 Uhr
Workshoptag mit Emilia Dorr und Theo Gomes
ORT: Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart
Genauere Infos zu den Workshops folgen
Mit der Bitte um Anmeldung unter diesem Link. Eintritt frei.
17:30 Uhr: Talk mit der Künstlerin Emilia Dorr und Dr. Elke Allgaier, Kuratorin Archive / Ressort Moderne und Zeitgenössische Kunst, Staatsgalerie Stuttgart, moderiert von Ronald Kolb, Kurator und Researcher.
Kuratorium insight:
Ronald Kolb: Kurator, Researcher, Künstlerische Leitung der Arthur Boskamp-Stiftung, M.1 Hohenlockstedt Florian Model: Künstler und Kurator, Stuttgart und Berlin Maria Dis: Kunsthistorikerin, Leiterin des Projekts insight: im KBW Stuttgart e.V.
Mit dem insight: Kunstpreis zeichnet das KBW Stuttgart Abiturientinnen des Mädchengymnasiums St. Agnes im Kernfach Bildende Kunst (künstlerische Praxis) aus. Der Preis würdigt herausragende, künstlerische Arbeiten und hebt die individuelle künstlerische Entwicklung der Schülerinnen hervor.
Aus den praktischen Arbeiten des jeweiligen Abiturjahrgangs wurden zwei Preisträgerinnen ausgewählt. Diese erhalten neben einem Sachpreis die Gelegenheit, ihre künstlerischen Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart zu präsentieren.
Die Preisträgerinnen werden durch eine Jury ermittelt, bestehend aus Mitgliedern des insight: – Kuratoriums, beraten durch die Kunstlehrer*innen des Mädchengymnasiums St. Agnes.
21.5.2616 Uhr
Eröffnung mit Preisverleihung
Die Preisträgerinnen sind Ida Mehling und Flavia Simons! Wir gratulieren ganz herzlich!
21.5. - 5.6.2610-15 Uhr
Öffnungszeiten
Bitte beachten: Durch die Caféschließung im HdKK sind die Öffnungszeiten geändert. Am Wochenende und an Feiertagen geschlossen.
Eröffnungswoche mit Aufbau und Plausch: Do 06.11.-Mi 12.11.25, jeweils 15:00 – 18:00 Uhr (außer am Wochenende)Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart Ausstellungsdauer: Do 13.11.25 – Mo 05.01.26, jeweils 9:00 – 18:30 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen geschlossen Eintritt frei
Anstelle einer Vernissage laden die Künstlerin und das Kuratorium dazu ein, die Genese der Ausstellung während des Aufbaus zu besuchen. Wer möchte, kann mit der Künstlerin und den Anwesenden über die Ausstellung und die Kunstwerke ins Gespräch kommen. An den fünf Tagen, an denen die Bilder der Ausstellung installiert werden, ist auch, je eine Stunde gegen Ende der täglichen Arbeit (17:00 -18:00 Uhr), Musik zu hören. Es handelt sich dabei um bedeutsam gewordene Klänge zu gemeinsamen Wegstationen. Die Zusammenstellungen der Titel sind u.a. von Katja Schicht, Florian Ehing und Elmar Mellert.
insight: ALL OF ME – Ute Zeller von Heubach „Eine Künstlerin, die seit den 1980er Jahren das Tafelbild in seiner ganzen Komplexität und Mehrdeutigkeit erforscht. Sie arbeitet mit Ölfarbe auf Leinwand und schafft eine angemessene Form des Ausstellens.“
Dies wurde kürzlich über mich geschrieben. Was soll das bedeuten? Ich erforsche den Reiz der Bilder schon seit ich auf der Welt bin, nicht erst seit meinem Studium. Die Motive sind nichts Außergewöhnliches und sind einzeln als Exponate nicht komplett. Ich weiß gar nicht, wofür ein Bild gemacht ist oder wofür es verwendet wird. Ich sehe einfach, was aus den Bildern werden kann. (Ute Zeller von Heubach)
Ute Zeller von Heubachs Bilder der Ausstellung umkreisen das Offene – als Möglichkeit, die sich nicht festlegen lässt. Malerei wird hier zum Medium, in dem Fragmente aus der Tiefe aufsteigen und Bild für Bild ein Streiflicht auf jene Zonen des Inneren werfen, die sich der Kontrolle entziehen. Erinnerung zeigt sich dabei in unterschiedlichen Gestalten. Es gibt das willentliche Abrufen, das bewusste Zurückholen von Bildern und es gibt das unwillkürliche Erinnern, das unvermittelt geschieht – ausgelöst durch eine Farbe, einen Geruch, den Klang einer Stimme. Marcel Proust hat diesen Unterschied literarisch verdichtet; in der Malerei von Ute Zeller von Heubach wird er sichtbar. ALL OF ME umrahmt ein inneres Urbild, das nie ganz fassbar ist und doch in bestimmten Augenblicken aufleuchtet – unwillkürlich, nicht verfügbar, eigentümlich real.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
Hier finden Sie die Veranstaltungen zur Ausstellung im HdKK.
Wir gratulieren den Preisträgerinnen Tasnim Ulrich und Enya Goes!
Eröffnung: Do 10.07.25, 16:00 Uhr Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart Dauer: Fr 11.07. – Fr 18.07.25, jeweils 9:00 – 18:30 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen geschlossen Eintritt frei
Mit dem insight: Kunstpreis zeichnet das KBW Stuttgart im Schuljahr 2024/25 zum dritten Mal Abiturientinnen des Mädchengymnasiums St. Agnes im Kernfach Bildende Kunst (künstlerische Praxis) aus. Mit dem Kunstpreis möchten wir herausragende, künstlerische Arbeiten auszeichnen und die individuelle künstlerische Entwicklung der Schülerinnen würdigen. Aus den praktischen Arbeiten des jeweiligen Abiturjahrgangs wurden zwei Preisträgerinnen ausgewählt. Diese erhalten neben einem kleinen Sachpreis die Gelegenheit, ihre künstlerischen Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart zu präsentieren. Die Preisträgerinnen werden durch eine Jury ermittelt, bestehend aus Mitgliedern des insight: – Kuratoriums, beraten durch die Kunstlehrer*innen des Mädchengymnasiums St. Agnes.
Eröffnung: Do 20.03.25, 18:30 Uhr Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart Dauer: Fr 21.03. – Fr 25.04.25, jeweils 9:00 – 18:30 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen geschlossen Eintritt frei
Mit Cassy Dee Katzenwut, Stefanie Fleischhauer, Nikolas Fuchs und Francisco Wiborg Bamford präsentieren wir in der Ausstellungsreihe insight: künstlerische Arbeiten von vier jungen Absolvent*innen und Studierende der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Die Auswahl der Künstler*innen hat Katrin Ströbel, Professorin für Freie Grafik an der ABK Stuttgart, zusammengestellt.
Fragen nach Identität, die Verbindungen von inneren Bildwelten, persönlichen Erinnerungen mit kollektiven Bildern, aber auch die verlorene und wiederhergestellte Beziehung zwischen Mensch und Natur begegnen uns in den Arbeiten der jungen Künstler*innen. Sie arbeiten auf Papier, mit Holz, Acryl und Wachs und geben den Arbeiten Raum zur Entfaltung. Der Herstellungsprozess, die Auswahl der Materialien und die Verbindung zwischen den einzelnen Arbeiten sind dabei genauso wichtig wie die inhaltliche Auseinandersetzung.
Stefanie Fleischhauer: Weder noch – Graphit auf Papier, Faden, Watte – 110 x 100 cm – 2023
Die Einzelausstellung der Künstlerin Laila Kaletta knüpft an die insight:-Ausstellung „A dead flower will never bloom“ an, die 2020 coronabedingt ausfallen musste. Wieder begeben wir uns mit Laila Kaletta auf eine „Forschungsreise“ und betrachten mikroskopisch kleine Wesen, Zellen, Bausteine in der Natur, die Fragen nach dem Leben, der Existenz, von Körperlichkeit und nach dem Tod aufkeimen lassen und diese in der Ausstellung widerspiegeln. Mit Laila Kalettas Zweikanal-Videoinstallation „Cilia in the net of analogies“ tauchen wir in eine fiktive Unterwasserwelt ein und begleiten die Protagonistin Zille bei der wundersamen Erforschung einzelliger Lebewesen, den Wimperntierchen (engl. Cilia).
Laila Kaletta (*1995 in Stuttgart) lebt und arbeitet bei Berlin. Von 2020 – 2024 Bachelor und Master in Fine Arts an der Züricher Hochschule der Künste (ZHdK). Zwischen 2018 – 2020 Diplomstudium der Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 2015 – 2018 Ausbildung zur Fotografin am Lette-Verein Berlin.
Die Ausstellung verbindet aktuelle Arbeiten der Künstlerin mit den Fotoarbeiten zu „A dead flower will never bloom“ von 2020.
Ausstellungsdauer: 14.11.-13.12.24, Ort: Haus der Kath. Kirche, Königstr. 7, Stuttgart
Eröffnung: 11.04.24, 19 Uhr
Dauer: 11.04. – 17.05.24, werktags 9-18:30 Uhr
Haus der Kath. Kirche
Königstr. 7, Stuttgart
Die Ausstellung „Auswirkung – Kunst als ökologische Praxis“ schaut auf künstlerische Projekte, die sich mit der Beeinflussung, Veränderung und Formung von Umwelt und Natur beschäftigen und ökologische sowie gesellschaftlich nachhaltige Praktiken in den Blick nehmen. Künstlerische Praxis wirkt so im Idealfall nachhaltig in die Gesellschaft hinein, weckt Potenziale und erzielt Effekte auf ökologischer, wie gesellschaftlicher Ebene. Das eigene Handeln erzielt eine unmittelbare Wirksamkeit und stärkt die Resilienz.
Künstler*innen: Bureau Baubotanik, die Matriarchale Volksküche, Mira Simon und Hannah Liya, Christina Schmid und Aida Nejad.
Kooperation mit: GEDOK Stuttgart
Eröffnung: 16.11.23, 19 Uhr
Dauer: 16.11. – 05.01.24, werktags 9-19 Uhr
Haus der Kath. Kirche
Königstr. 7, Stuttgart
Wunschdenken ist eine kognitive Verzerrung, die die menschliche Tendenz beschreibt, das zu glauben, was wir für wahr halten wollen, anstatt das, was tatsächlich wahr ist. Im Unterschied zu materiellen Wünschen ist das Wunschdenken immateriell und bewegt sich im Bereich der Utopien. Angesichts der aktuellen, weltumspannenden Krisen finden wir in unserer Gesellschaft in allen Bereichen die unterschiedlichsten Ausprägungen von Wunschdenken. Eine geträumte Flucht in ein Paradies aus Gedanken hat etwas Tröstliches, kritisch wird es allerdings, wenn man nicht mehr zwischen Realität und Wunschdenken trennen kann. Die Künstlerinnen der GEDOK Stuttgart haben das Thema ebenso variantenreich künstlerisch interpretiert – als Entsprechungen der eigenen Utopie, Reflexionen des eigenen Verranntseins, Bilder von Illusionen, Hoffnungen, verdrehten Formen von Wirklichkeit, sozialen Bubbles, in die kein Hauch von Zweifel einzudringen wagt, Despoten, die das Wunschdenken nähren, Strohhalme, die jemanden vor dem Ertrinken gerettet haben. Die Ausstellung war juriert und zweigeteilt: Ein Teil wurde im Haus der Katholischen Kirche, ein kleinerer Teil ab dem 24. November in der GEDOK-Galerie gezeigt.
Die Künstlerin Anna Gohmert setzt sich seit einigen Jahren intensiv mit Feminismus, Frausein und Elternschaft auseinander. In ihrem aktuellen Projekt „Gescheite(rte) Familienplanung“ untersucht sie gesellschaftliche Gegebenheiten und deren Auswirkungen auf Alleinerziehende, homosexuelle Paare als Eltern, Patchworkfamilien oder kinderlose Paare.
Den Grundstein für dieses Projekt konnte sie mithilfe einer Rechercheförderung durch Neustartkultur legen. Sie erstellte einen Fragebogen, um die Perspektive vieler Menschen kennenzulernen. Aus den Antworten entwickelte sie u.a. mit der Soundkünstlerin Maria Wildeis für das Haus der Katholischen Kirche eine multimediale Soundinstallation aus Glasobjekten im Raum.
Anna Gohmert sucht in ihrer künstlerischen Praxis unterschiedlichste Menschen auf, um z.B. den Themen Verlust, Orientierungslosigkeit und Einsamkeit nachzugehen. Sie arbeitet mit den Erfahrungen und Perspektiven der Befragten und Teilnehmenden. Das Medium, mit dem sie sich künstlerisch ausdrückt, orientiert sich immer an dem, was das Thema braucht. Daraus resultieren Videos, multimediale Soundinstallationen aber auch selbstgenähte Quilts, wie bei und in der Ausstellung.
Anna Gohmert lebt und arbeitet in Stuttgart. Sie hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten. Zuletzt war sie 2022 Stipendiatin des Cité internationale des Arts in Paris.
Das Medium, mit dem sie sich künstlerisch ausdrückt, orientiert sich immer an dem, was das Thema braucht. Daraus resultieren Videos, multimediale Soundinstallationen aber auch selbstgenähte Quilts, wie bei und in der Ausstellung.
Anna Gohmert lebt und arbeitet in Stuttgart. Sie hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten. Zuletzt war sie 2022 Stipendiatin des Cité internationale des Arts in Paris.
Ausstellung: Ort: Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart Eröffnung: Do, 20.04.23, 19 Uhr
Zur Eröffnung spricht Alina Grehl, Kuratorin im Kunstmuseum Stuttgart, mit der Künstlerin über ihre Arbeiten.
Mit Gebärdensprachdolmetscher*in Dauer: 20.04.23- 20.05.23
Die Veranstaltung hieß jede*n Willkommen. Es wurden verschiedene barrierearme Zugänge ermöglicht:
• An der Eröffnung war eine Gebärdensprachdolmetscherin anwesend sein.
• Es wurde eine Audiodeskription zu einzelnen Exponaten und der Ausstellung zur Verfügung gestellt.
• 3D-Formabdrücke zum Befühlen und haptischen Ertasten waren Teil der Ausstellung.
Forschend und erlebend beschäftigen sich die eingeladenen Künstler*innen mit den Spannungsverhältnissen, den Übergängen und mit dem Zusammenspiel zwischen öffentlichem Raum in der Dunkelheit, (imaginierter) Gemeinschaft, dem illuminierten Gefühl von Sicherheit, aber auch mit dem Nicht-Sichtbarem und anderen Phänomenen bei Nacht und Dunkelheit in der Stadt. Das Ausstellungsprojekt „Nachtstücke: Unterwegs in der Dunkelheit“ ist der Versuch einer partizipativen, reflexiven und aktiven Annäherung bei Dunkelheit an die Stadt mit ihren vielen Facetten und Dimensionen. Das Haus der Katholischen Kirche ist daher weniger – wie sonst üblich – Ausstellungsort, vielmehr ist es der Startpunkt für eine Reihe von Aktionen, Touren, Walks mit Künstler*innen in der Stuttgarter Innenstadt. Das Publikum ist eingeladen, teilzunehmen und die Stadt bei Dunkelheit zu begehen.
Zur musikalischen Eröffnung – Good Morning – Midnight – laden wir am 17.11.22, 19 Uhr ins Atrium des HdKK ein: mit Lena Meinhardt, Eva Dörr und Pascal Zurek.
Während des Ausstellungszeitraums werden im Haus der Katholischen Kirche die Dokumentationen der Aktionen, die Audiowalks zum Download und Ausleihen und die Arbeit “Lava und Düsen” von Ui-Kyung Lee, Jasmin Schädler, Julian Siffert und Helen Weber dauerhaft installiert sein.
Mit dabei: Rimini Protokoll (Helgard Haug/Stefan Kaegi/Cornelius Puschke/Daniel Wetzel); flanerie. Labor für gedanken & gänge (Daniela Raab/Tina Saum), Niki Matita; Campus Gegenwart (Emilia Dorr/Tim Strohmeier/Elisabeth Anna Maria Kaiser/Teppei Higuchi); Ui-Kyung Lee, Jasmin Schädler, Julian Siffert und Helen Weber.
Während des Ausstellungszeitraums werden im Haus der Katholischen Kirche die Dokumentationen der Aktionen, die Audiowalks zum Download und Ausleihen und die Arbeit “Lava und Düsen” von Ui-Kyung Lee, Jasmin Schädler, Julian Siffert und Helen Weber dauerhaft installiert sein.