insight: Unsupervised Curiosity – Kuratiert von Florian Model

Auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz wurden in den letzten fünf Jahren enorme Fortschritte erzielt. Wir können nun Probleme lösen, die vorher unlösbar schienen: Maschinen können automatisiert Gegenstände erkennen, Gesichter tauschen, Stimmen imitieren, Gemälde zum Leben erwecken, Autos steuern, Bewerbungen sichten, Romane generieren, Musikstücke komponieren, Computerspiele lösen, Fragen beantworten, durch Wände blicken, und medizinische Diagnosen treffen. Die bisherigen neuronalen Netzwerke hatten immer ein vorgegebenes Ziel, eine Bestimmung, angewiesen von Menschen. In jüngster Zeit jedoch werden zunehmend neuronale Netzwerke trainiert, die kein Ziel haben (=engl." unsupervised" zu deutsch "unüberwacht").

Die Ausstellung stellt die Frage, welche Ethiken sich bei diesen unüberwachten Netzwerken herausbilden und was die ethischen Implikationen sein könnten. Die künstlerischen Arbeiten dekonstruieren u.a. das Thema medial breit gefächert, von raumgreifenden Installationen bis hin zu tatsächlich selbstlernenden Algorithmen in Form von Projektionen.

Die Ausstellung vereint, lokale sowie internationale, Positionen von Digital Natives, die sich dem Thema in ihren Arbeiten interdisziplinär annähern.
Florian Model beschäftigt sich in seiner kuratorischen und künstlerischen Praxis mit dem Einfluss vom technischen Fortschritt auf unser tägliches Leben, indem er sich den Folgen dieser komplexen Systeme annähert. Er leitet gemeinsam mit Johanna Markert und Lukas Ludwig die nomadische gemeinnützige Organisation anorak e.V. Er kuratierte Ausstellungen im In- und Ausland, etwa LH962 in der Gallery Malmö, Edinburgh, Schottland, Nupta Cadavera (mit anorak) im Kunstverein Braunschweig, Cellular Ground (zusammen mit Michael Schramm) im Diakonissenbunker Stuttgart, und Gemini (mit anorak) im Projektraum der Akademie Schloss Solitude.

Ort: Haus der Katholischen Kirche,
Königstr. 7, Stuttgart
Eröffnung: 28.11.19, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 28.11.19- 04.01.20

Gefördert von der Roman und Gertrud Stetter Stiftung

TALKS UND AKTIONEN small projects for coming communities; 11.05.19

Der Höhepunkt der Small Projects for Coming Communities und gleichzeitig Start der Ausstellung in Stuttgart fand ganztägig am 11.05.2019 im Hospitalhof mit vielen künstlerischen Aktionen und Vorträgen statt. Zwischen den Vorträgen (Talks) waren die Teilnehmer*innen eingeladen, an Performances und Workshops aktiv teilzunehmen. Darüber hinaus fand ein Diversity Dinner statt und die interdisziplinäre Künstlergruppe Discoteca Flaming Star hat ihre sich durch die Nacht hinziehende Performance Sticky Stage aufgeführt bis zu den Morgenstunden des 12. Mai 2019.

Die Scores bilden - auch nach Ausstellungsende - das Gerüst des Projekts, das im Kern für alle online verfügbar und erweiterbar ist durch die Webseite: www.comingcommunities.org. Jede*r ist eingeladen, Scores zu realisieren und zu interpretieren und auf der Website zu veröffentlichen und mit der Öffentlichkeit zu teilen. Die Online-Plattform wird über die Ausstellungen in Stuttgart und Zürich hinaus bestehen bleiben und versteht sich als fortlaufendes Projekt und als Sammlung von Scores und deren Umsetzung, die für jede*n, jederzeit, weltweit zur Verfügung steht. Selbst scores für das Projekt entwickeln und mitmachen!
  • Talk mit Jeanne van Heeswijk

Zu den Vorträgen in Stuttgart waren namenhafte Künstler*innen, Kunsttheoretiker*innen, Sozialökomom*innen, aus Europa, den USA und Asien eingeladen. Alle setzen sich in ihrer künstlerischen oder wissenschaftlichen Arbeit unterschiedlich mit dem Gemeinschaftsbegriff auseinander und haben unterschiedliche Projekte dazu realisiert:

Talks im Hospitalhof (11.05.19):

Grant Kester (per skype, US),
Elke Krasny (AU),
Sabih Ahmed (India),
Jeanne van Heeswijk (NL),
Tine de Moor (NL)

Grant Kester (US) ist Kunstwissenschaftler und Gründungsherausgeber von FIELD: A Journal of Socially Engaged Art Criticism. Kester ist eine der führenden Persönlichkeiten im entstehenden kritischen Dialog um “relationale” oder “dialogische” Kunstpraktiken.

Elke Krasny (AT) ist Kuratorin, Kulturtheoretikerin, Stadtforscherin und Autorin. Sie unterrichtet an der Akademie der Bildenden Künste, Wien. Sie forscht zu Architektur, zeitgenössischer Kunst, Urbanismus, Geschichten und Theorien des Kuratierens, kritischen Historiographien des Feminismus, Politiken der Erinnerung und den Überschneidungen dieser Felder. Sie möchte zur Innovation und Debatte in diesen Bereichen beitragen, indem sie experimentelle postdisziplinäre Verbindungen und Allianzen zwischen Forschung, Lehre, Kuratieren und Schreiben bildet.

Katalin Erdödi (HU) ist freie Kuratorin, Dramaturgin und Autorin. Sie ist Mitgründerin/Kuratorin des PLACCC - Festival für ortsspezifische Performance und Kunst im öffentlichen Raum, Budapest und war als Kuratorin in der Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig tätig. Sie ist Mitglied in diversen Jurys und schreibt u.a. für „ecetera – Performing Arts Magazine“.

Sabih Ahmed (India) ist Kunsthistoriker und Senior Researcher am Asia Art Archive (AAA). Bei AAA leitet er verschiedene Forschungsinitiativen im Bereich der modernen und zeitgenössischen Kunst in Indien, darunter Digitalisierungsprojekte von Künstlerarchiven, die Erstellung digitaler Bibliographien von volkstümlichen Kunstschriften sowie die Organisation von Konferenzen und Workshops.

Jeanne van Heeswijk (NL) ist Künstlerin und Aktivistin. In ihren Projekten widmet sie sich der Schaffung dynamischer und vielfältiger öffentlicher Räume. Ihre langjährigen, in die Gemeinschaft eingebetteten Projekte hinterfragen die Autonomie der Kunst, indem sie performative Aktionen, Diskussionen und andere Formen der Organisation und Pädagogik kombinieren. Sie hat weltweit Projekte realisiert, die sich dem Gemeinschaftsbegriff widmen, u.a. mit Philadelphia Assembled (2014) in den USA.

Tine de Moor (NL) ist Professorin für “Institutions for Collective Action in Historical Perspective” am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Utrecht. Durch einen interdisziplinären Ansatz zur Erforschung der langfristigen Entwicklung ländlicher Gemeingüter überarbeitete De Moor die historische Grundlage von Hardins Tagedy oft he Commons (Tragik der Allmende), indem sie umfangreiche empirische Forschung und Analyse mit einem theoretischen Rahmen verband.

small projects for coming communities – das projekt

Von November 2018 bis in den Sommer 2019 veranstalten KBW Stuttgart und Hospitalhof ein Kunstprojekt mit dem Titel "small projects for coming communities". Kuratiert wird das Projekt von Dorothee Richter und Co-Kurator Ronald Kolb (Zürcher Hochschule der Künste).
Es geht um die Fragestellungen: Wie und wo entsteht Gemeinschaft? Was sind ihre Rahmenbedingungen und Wunschapparate und wo endet sie, wo sind ihre Grenzen?
Einerseits möchten wir Theorien von Gemeinschaft beleuchten, d.h. das, was darüber in der Philosophie, Theologie, Kunst, Literatur etc. gesagt und gesammelt wurde, andererseits geht es konkret um lokale Bezüge in Stuttgart und um die Einbeziehung der Menschen, die hier leben, arbeiten, denken. In diesem Kontext wird es öffentliche Workshops geben, zu denen alle eingeladen sind, Ideen beizusteuern und umzusetzen.

Das Projekt endet mit einem experimentellen Symposium am 11. Mai 2019 im Hospitalhof, das gleichzeitig als Ausstellungseröffnung das Projekt bündelt und Ergebnisse präsentiert, sowie alles Gezeigte und Gesagte in einer Publikation zusammenfasst. Die Ausstellung wird in Stuttgart im Haus der Katholischen Kirche und im Hospitalhof zu sehen sein, sowie in Zürich im OnCurating Project Space.  
Ort: Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart und Hospitalhof Eröffnung mit Symposium: 11.05.19 im Hospitalhof Stuttgart Ausstellungsdauer: 11.05.19- 15.06.19.

Gefördert von der Roman und Gertrud Stetter Stiftung

Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste und dem Hospitalhof Stuttgart

small projects for coming communities – öffentlicher Workshoptag 23.02. in Stuttgart

Der offene Workshoptag versammelte verschiedene Formate der Partizipation und Austausches. Neben einem Kurs zu Körper-Raum-Übungen am Vormittag mit der Künstlerin Sabrina Karl konnten eigens entwickelte kleine Handlungsanweisungen (aus der Aufführungspraxis sogenannte »Scores«) ausprobiert werden, die von jedem selbstständig, zur Aufführung gebracht werden konnten.

Das gemeinsame Mittagessen »Diversity Dinner« ging den Fragen nach der Herkunft von Gerichten nach. Die zubereiteten Gerichte erzählen die Geschichte und sind nicht nur Begleitung. Die Themen Vielfalt, Inklusivität, (Un-)Gleichheit sind in der Welt des Essens und Kochens allgegenwärtig, von Religion, Geschlecht, Zugänglichkeit bis hin zu Pflege und Sichtbarkeit.

Im Anschluss haben die Künstler Bill Dietz und Florian Model in Vorträgen über ihre künstlerische Arbeiten gesprochen, in denen unsere gesellschaftlichen Muster herausgefordert werden.

Beteiligte Künstler/innen:

Bill Dietz (*1983, Bisbee, USA; lebt und arbeitet in Berlin) ist Komponist, Autor und stellvertretender Leiter des Bard MFA Sound Department. Er ist Gastprofessor an der Kunsthochschule für Medien Köln im Bereich "Sound".

Sabrina Karl (*1987, Filderstadt, lebt und arbeitet in Stuttgart) studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei dem Künstlerkollektiv Discoteca Flaming Star, Felix und Ricarda Roggan. Ihre installativen Performances entwickelt sie auf Basis literarischer Figuren. Die Performance "Kaspar Hauser meets melons plant" war auf der Manifesta 11 in Zürich zu sehen.

 

Florian Model von anorak (Stuttgart). anorak ist ein Trio, bestehend aus Lukas Ludwig, Johanna Markert und Florian Model. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der kollaborative Prozess. Anoraks Projekte haben ihren Ausgangspunkt im Interesse an anderen künstlerischen Positionen und entstehen in enger Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen jungen Künstler/innen und Kulturschaffenden.

Ort des Workshops: Brenzkirche, Am Kochenhof 7, 70192 Stuttgart
Uhrzeit:
10 - ca. 16 Uhr

Programm:

10–12 Uhr: Sabrina Karl, „Körper-Raum-Übungen“ (performativer Workshop)

12 Uhr: Workshop mit Handlungsanweisungen

13 Uhr: Diversity Dinner

14.30 Uhr: Florian Model: Positive Implicit Association Test

15 Uhr: Bill Dietz, Lecture-Performance mit Handlungsanweisung

Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste und dem Hospitalhof Stuttgart

Andrea Diefenbach: Land ohne Eltern

Die Fotografin Andrea Diefenbach (*1974) hat sich einem Land gewidmet, das zu den ärmsten an der Grenze Europas zählt: Moldawien. Geprägt von Arbeitsmigration in die EU verlassen viele junge Eltern ihre Kinder, um v.a. in Italien ein Auskommen zu verdienen. Zurück bleibt ein „Land ohne Eltern“ – so der Titel unserer Ausstellung mit Motiven aus Andrea Diefenbachs gleichnamigen Bildband von 2012, die bei uns im HdKK als erste fotodokumentarische Ausstellung in der Reihe insight: zu sehen ist. Motive wie das Mädchen, das mit einem alten Telefon mit Wählscheibe telefoniert,  assoziieren Sehnsucht und Traurigkeit, und wecken die Frage nach der Geschichte und den Schicksalen hinter diesen Fotografien. Andrea Diefenbach gibt teilweise Antworten, indem sie nicht nur versucht, einseitig Emotionen bei den Betrachtern hervorzurufen, sondern dieser Frage nachgeht und auch die Eltern

der daheimgebliebenen Kinder besucht. Auch deren Perspektive hat sie fotografisch dokumentiert und somit faktisch eine Ebene geschaffen, die den Betrachter mit der Lebenswelt vieler EU-Arbeitsmigranten konfrontiert. Andrea Diefenbach schafft es ohne auf die Tränendrüse zu drücken – respektvoll und einfühlsam – die Einzelschicksale an den Grenzen des Wohlstandes, an den Grenzen der EU, darzustellen. Es sind durchaus auch schöne Momente festgehalten, die ein einfaches Leben in einem der ärmsten Nachbarländer der EU zeigen.  
Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart. Eröffnung: 21.11.18, 19 Uhr Ausstellungsdauer: 21.11.18- 05.01.19.

Gefördert von der Roman und Gertrud Stetter Stiftung

Kooperation mit Concordia Sozialprojekte

Eröffnung

Comics – das Leben in Kästchen

In der neuen Ausstellung geht es bei insight: um Comics. Wir zeigen u.a. Arbeiten von Burcu Türker, Soufeina Hamed (Tuffix) und Hamed Eshrat. Die Arbeiten der drei Künstler/innen kreisen um das Thema Identität und Ausgrenzung. Sie stellen Fragen nach dem, was das Leben ausmacht. In nur wenigen Kästchen und mit wenigen Worten lassen sie eine kleine Welt entstehen und entwerfen lustige, ernsthafte, tragische Charaktere, deren Vorlagen sie aus ihrem Alltag, historischen Ereignissen und persönlichen Erfahrungen entwickeln.

 

Die Künstler/innen
Hamed Eshrat, geboren 1979 in Teheran, studierte Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und an der Massey Universität in Wellington, Neuseeland. Er arbeitet als Designer, freischaffender Künstler und Autor in Berlin.

Burcu Türker, geboren 1984 in Erlenbach, studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule Darmstadt, später visuelle Kommunikation und Illustration an der Kunsthochschule Kassel, wo sie auch Meisterschülerin in der Klasse Illustration und Comic bei Hendrik Dorgathen war.   Soufeina Hamed (Tuffix), geboren 1989 in Tunesien, in Berlin aufgewachsen, studierte interkulturelle Psychologie in Osnabrück und ist freischaffende Comiczeichnerin und Illustratorin. Sie lebt und arbeitet in Dublin.
Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart. Ausstellungsdauer: 19.04- 02.06.2018.
Gefördert von der Roman und Gertrud Stetter Stiftung

glauben.hoffen.lieben

glauben. hoffen. lieben. beschreibt ein Projekt, das unter der Leitung der österreichischen Künstlerin Birte Brudermann die Vorstellungen von einheimischen und geflüchteten Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen in Stuttgart erspürt. Junge Menschen mit religiös, kulturell, gesellschaftlich und politisch unterschiedlichen Wurzeln und Lebensläufen wurden zu ihren Vorstellungen einer gerechten Gesellschaft und den drei Erfahrungsbereichen glauben. hoffen. lieben. befragt.

PUBLIKATION VERGRIFFEN

Leider sind unsere Begleithefte mit den Interviews vergriffen. Hier gibt es die Möglichkeit den Text einzusehen!
glauben.hoffen.lieben.Text

Die Ergebnisse werden in einer Ausstellung präsentiert. Die Ausstellungseröffnung ist gleichzeitig ein Zusammenkommen aller beteiligten Partner und Projektteilnehmer, die ihre Erfahrungen und die Ergebnisse vorstellen und zur Diskussion stellen. Zur Eröffnung erscheint eine Publikation als Ausstellungskatalog und Sammlung der Texte und Interviews.
Auftaktveranstaltung: Fr, 24.11.2017, 19 Uhr, im Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart. Ausstellungsdauer: 24.11.2017- 07.01.2018. täglich 9-19 Uhr, außer 02.12.2017 und an Sonn- und Feiertagen

Eröffnung

Ausstellung

georg lutz – disturbing the balance

Religiöse Motive sind Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeiten von Georg Lutz (*1987). Dabei stehen katholisches Christentum und Islam im Mittelpunkt seiner künstlerischen Betrachtungen. Uns begegnen Gebetsteppiche, Weihwasserbecken, Rosenkränze, Hostien aber auch Gesten, die an rituelle Handlungen erinnern. Immer wieder ist es der Künstler selbst, der diese Handlungen ausführt. „Zero Trinity“ etwa ist ein Fotoarbeit, bestehend aus drei kleinformatigen Abbildungen, die den Künstler selbst darstellen, wie er in Gebärdensprache das Wort „Unglauben“ gebärdet. Es sind drei Handbewegungen, die von der Stirn zum Herz und wieder zur Stirn führen. Die Bewegungen erinnern unwillkürlich an das katholische Kreuzzeichen.
Die Arbeiten zeichnet eine formale Einfachheit aus, welche die Komplexität der Inhalte erst auf den zweiten Blick erkennen lässt. Aber auch Umgekehrtes ist der Fall: Durch minimale Eingriffe werden religiöse Symbole und Gegenstände verändert und rituelle Gesten in neue Kontexte gesetzt. So tauscht er beispielsweise jeweils eine Perle der muslimischen Gebetskette Misbaha und des christlichen Rosenkranzes aus und hängt diese in den Ausstellungskontext. Ein einfacher Eingriff der geradezu eine Flut von Assoziationen beim Betrachter weckt. Mit Präzision und einer besonderen Beobachtungsgabe konzipiert er Arbeiten, die trotz der gewichtigen Ausgangsthemen durch Einfachheit, Klarheit und Feinsinn beeindrucken.
Eröffnung: Do, 18.05.2017, 19 Uhr, im Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart. Ausstellungsdauer: 18.05- 24.06.2017.

Ausstellungsansichten

Eröffnung

  • Ordinariatsrat Dr. theol. Joachim Drumm, Leiter der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft der Diözese Rottenburg-Stuttgart eröffnete die Ausstellung mit der Frage: "Darf ein Theologe sich über diese Ausstellung freuen?"

film der antworten

Film der Antworten basiert auf persönlichen Gesprächen, die Thomas Henke zwischen 2004 und 2009 mit zwölf Schwestern der Benediktinerinnen-Abtei Mariendonk am Niederrhein geführt hat. Das vierstündige filmische Dokument betrachtet das Lebenskonzept der Ordensschwestern. Diese begreifen sich selbst und ihr Leben als Antwort in einem permanenten Dialog mit Gott. Film der Antworten reflektiert die komplexe Wahrnehmung seelischer Prozesse, innerer Anfragen und Ausrichtungen. Er ist eine Referenz an die Sehnsucht nach Antworten auf die existentiellen Fragen nach Sinn, Schuld und Gerechtigkeit, der Möglichkeiten von Erkenntnis, Gemeinschaft und Unendlichkeit.

Die Antworten der Schwestern beruhen jedoch nicht auf mystifizierten Ansichten oder dogmatischen Grundhaltungen, sondern auf der Unmittelbarkeit der persönlichen Begegnung. Der Film wird in einer Rauminstallation des österreichischen Künstlers Lorenz Estermann präsentiert. Der Film wird ergänzt durch die Videoinstallation Porträts 1.13. Eine Projekt von Joachim Hake und Thomas Henke (Regie) mit Corona Bamberg – Wolfgang Büscher – Tomáš Halík – Felicitas Hoppe – Thomas Hürlimann – Thomas Macho.Die Porträtierten sind Gefragte und sie sprechen, als würden sie die Gestalt ihres Lebens gleichzeitig von innen wie von ferne betrachten. Homepage Porträts 1.13 mit Trailer
Eröffnung: Do, 24.11.2016, 19 Uhr, im Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart. Ausstellungsdauer: 24.11- 07.01.2017.

Ausstellung und Eröffnung

zeitweise

Sie verfliegt, zerrinnt oder will nicht vergehen: die Zeit. Sie erscheint als Abfolge von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, beschreibt den Rhythmus von Werden und Vergehen. Messbar, nicht greifbar. Erhobener Zeigefinger des "carpe diem"? Erinnerung an die Endlichkeit? Sieben Künstlerinnen und Künstlern bringen ihre Erfahrungen mit und Deutung von Zeit in unsere Ausstellung ein:
- Astrid J. Eichin (*1963)
- Dieter Groß (*1937)
- Christoph Kalck (*1988) / Jascha Vick (*1984) / Sebastian Bartmann (*1979)
- Markus Klink (*1972)
- Pietra Löbl OSF (*1965)

Eröffnung: Do 29.09.2016, 19:00 Uhr
Dauer: Do 29.09. - Sa 29.10.2016
9:00 - 19:00 Uhr
täglich (außer an Sonn-/Feiertagen)

Zur Stuttgart-Nacht am Sa 15.10.2016 wird im Rahmen der Ausstellung der "Poème Symphonique for 100 Metronomes" von György Ligeti aufgeführt (20:00 / 21:30 / 23:00 Uhr). Diese Performance ist Teil des Programms von "KlangRaum ZEIT" (www.kirchenmusik-in-stuttgart.de).

Eröffnung zeitweise

  • Künstlerin M. Pietra Löbl OSF

Ausstellungsansichten