small projects for coming communities

Von November 2018 bis in den Sommer 2019 veranstalten KBW Stuttgart und Hospitalhof ein Kunstprojekt mit dem Titel "small projects for coming communities". Kuratiert wird das Projekt von Dorothee Richter und Co-Kurator Ronald Kolb (Zürcher Hochschule der Künste).
Es geht um die Fragestellungen: Wie und wo entsteht Gemeinschaft? Was sind ihre Rahmenbedingungen und Wunschapparate und wo endet sie, wo sind ihre Grenzen?
Einerseits möchten wir Theorien von Gemeinschaft beleuchten, d.h. das, was darüber in der Philosophie, Theologie, Kunst, Literatur etc. gesagt und gesammelt wurde, andererseits geht es konkret um lokale Bezüge in Stuttgart und um die Einbeziehung der Menschen, die hier leben, arbeiten, denken. In diesem Kontext wird es öffentliche Workshops geben, zu denen alle eingeladen sind, Ideen beizusteuern und umzusetzen.

Das Projekt endet mit einem experimentellen Symposium am 11. Mai 2019 im Hospitalhof, das gleichzeitig als Ausstellungseröffnung das Projekt bündelt und Ergebnisse präsentiert, sowie alles Gezeigte und Gesagte in einer Publikation zusammenfasst. Die Ausstellung wird in Stuttgart im Haus der Katholischen Kirche und im Hospitalhof zu sehen sein, sowie in Zürich im OnCurating Project Space.  
Ort: Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart und Hospitalhof Eröffnung mit Symposium: 11.05.19 im Hospitalhof Stuttgart Ausstellungsdauer: 11.05.19- 15.06.19.

Gefördert von der Roman und Gertrud Stetter Stiftung

Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste und dem Hospitalhof Stuttgart

small projects for coming communities – öffentlicher Workshoptag 23.02.

Der offene Workshoptag versammelt verschiedene Formate der Partizipation und Austausches. Neben einem Kurs zu Körper-Raum-Übungen am Vormittag mit der Künstlerin Sabrina Karl können eigens entwickelte kleine Handlungsanweisungen (aus der Aufführungspraxis sogenannte »Scores«) ausprobiert werden, die von jedem selbstständig, zur Aufführung gebracht werden können.

Das gemeinsame Mittagessen »Diversity Dinner« geht den Fragen nach der Herkunft von Gerichten nach. Die zubereiteten Gerichte erzählen die Geschichte und sind nicht nur Begleitung. Die Themen Vielfalt, Inklusivität, (Un-)Gleichheit sind in der Welt des Essens und Kochens allgegenwärtig, von Religion, Geschlecht, Zugänglichkeit bis hin zu Pflege und Sichtbarkeit.

Im Anschluss werden die Künstler Bill Dietz und Florian Model in Vorträgen über ihre künstlerische Arbeiten sprechen, in dem unsere gesellschaftlichen Muster herausgefordert werden.

Beteiligte Künstler/innen:

Bill Dietz (*1983, Bisbee, USA; lebt und arbeitet in Berlin) ist Komponist, Autor und stellvertretender Leiter des Bard MFA Sound Department. Er ist Gastprofessor an der Kunsthochschule für Medien Köln im Bereich "Sound".

Sabrina Karl (*1987, Filderstadt, lebt und arbeitet in Stuttgart) studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei dem Künstlerkollektiv Discoteca Flaming Star, Felix und Ricarda Roggan. Ihre installativen Performances entwickelt sie auf Basis literarischer Figuren. Die Performance "Kaspar Hauser meets melons plant" war auf der Manifesta 11 in Zürich zu sehen.

 

Florian Model von anorak (Stuttgart). anorak ist ein Trio, bestehend aus Lukas Ludwig, Johanna Markert und Florian Model. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der kollaborative Prozess. Anoraks Projekte haben ihren Ausgangspunkt im Interesse an anderen künstlerischen Positionen und entstehen in enger Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen jungen Künstler/innen und Kulturschaffenden.

Ort des Workshops: Brenzkirche, Am Kochenhof 7, 70192 Stuttgart
Uhrzeit:
10 - ca. 16 Uhr

Programm:

10–12 Uhr: Sabrina Karl, „Körper-Raum-Übungen“ (performativer Workshop)

12 Uhr: Workshop mit Handlungsanweisungen

13 Uhr: Diversity Dinner

14.30 Uhr: Florian Model: Positive Implicit Association Test

15 Uhr: Bill Dietz, Lecture-Performance mit Handlungsanweisung

Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste und dem Hospitalhof Stuttgart