Comics – das Leben in Kästchen

In der neuen Ausstellung geht es bei insight: um Comics. Wir zeigen u.a. Arbeiten von Burcu Türker, Soufeina Hamed (Tuffix) und Hamed Eshrat. Die Arbeiten der drei Künstler/innen kreisen um das Thema Identität und Ausgrenzung. Sie stellen Fragen nach dem, was das Leben ausmacht. In nur wenigen Kästchen und mit wenigen Worten lassen sie eine kleine Welt entstehen und entwerfen lustige, ernsthafte, tragische Charaktere, deren Vorlagen sie aus ihrem Alltag, historischen Ereignissen und persönlichen Erfahrungen entwickeln.

 

Die Künstler/innen
Hamed Eshrat, geboren 1979 in Teheran, studierte Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und an der Massey Universität in Wellington, Neuseeland. Er arbeitet als Designer, freischaffender Künstler und Autor in Berlin.

Burcu Türker, geboren 1984 in Erlenbach, studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule Darmstadt, später visuelle Kommunikation und Illustration an der Kunsthochschule Kassel, wo sie auch Meisterschülerin in der Klasse Illustration und Comic bei Hendrik Dorgathen war.

 

Soufeina Hamed (Tuffix), geboren 1989 in Tunesien, in Berlin aufgewachsen, studierte interkulturelle Psychologie in Osnabrück und ist freischaffende Comiczeichnerin und Illustratorin. Sie lebt und arbeitet in Dublin.

Haus der Katholischen Kirche,
Königstr. 7, Stuttgart.
Ausstellungsdauer: 19.04- 02.06.2018.

Gefördert von der Roman und Gertrud Stetter Stiftung

glauben.hoffen.lieben

glauben. hoffen. lieben. beschreibt ein Projekt, das unter der Leitung der österreichischen Künstlerin Birte Brudermann die Vorstellungen von einheimischen und geflüchteten Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen in Stuttgart erspürt. Junge Menschen mit religiös, kulturell, gesellschaftlich und politisch unterschiedlichen Wurzeln und Lebensläufen wurden zu ihren Vorstellungen einer gerechten Gesellschaft und den drei Erfahrungsbereichen glauben. hoffen. lieben. befragt.

PUBLIKATION VERGRIFFEN

Leider sind unsere Begleithefte mit den Interviews vergriffen. Hier gibt es die Möglichkeit den Text einzusehen!
glauben.hoffen.lieben.Text

Die Ergebnisse werden in einer Ausstellung präsentiert. Die Ausstellungseröffnung ist gleichzeitig ein Zusammenkommen aller beteiligten Partner und Projektteilnehmer, die ihre Erfahrungen und die Ergebnisse vorstellen und zur Diskussion stellen. Zur Eröffnung erscheint eine Publikation als Ausstellungskatalog und Sammlung der Texte und Interviews.

Auftaktveranstaltung: Fr, 24.11.2017, 19 Uhr,
im Haus der Katholischen Kirche,
Königstr. 7, Stuttgart.
Ausstellungsdauer: 24.11.2017- 07.01.2018.
täglich 9-19 Uhr, außer 02.12.2017 und an Sonn- und Feiertagen

Eröffnung

  • Maximilian Overbeck, Sozialwissenschaftler der Uni Stuttgart, im Gespräch über die Ausstellung
  • Birte Brudermann, Künstlerin und Projektleiterin, im Gespräch mit den Teilnehmer*innen
  • Birte Brudermann, Künstlerin und Projektleiterin, in der Eröffnungsrunde
  • Maria Dis, KBW Stuttgart, zur Publikation

Ausstellung

georg lutz – disturbing the balance

Religiöse Motive sind Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeiten von Georg Lutz (*1987). Dabei stehen katholisches Christentum und Islam im Mittelpunkt seiner künstlerischen Betrachtungen. Uns begegnen Gebetsteppiche, Weihwasserbecken, Rosenkränze, Hostien aber auch Gesten, die an rituelle Handlungen erinnern. Immer wieder ist es der Künstler selbst, der diese Handlungen ausführt. „Zero Trinity“ etwa ist ein Fotoarbeit, bestehend aus drei kleinformatigen Abbildungen, die den Künstler selbst darstellen, wie er in Gebärdensprache das Wort „Unglauben“ gebärdet. Es sind drei Handbewegungen, die von der Stirn zum Herz und wieder zur Stirn führen. Die Bewegungen erinnern unwillkürlich an das katholische Kreuzzeichen.

Die Arbeiten zeichnet eine formale Einfachheit aus, welche die Komplexität der Inhalte erst auf den zweiten Blick erkennen lässt. Aber auch Umgekehrtes ist der Fall: Durch minimale Eingriffe werden religiöse Symbole und Gegenstände verändert und rituelle Gesten in neue Kontexte gesetzt. So tauscht er beispielsweise jeweils eine Perle der muslimischen Gebetskette Misbaha und des christlichen Rosenkranzes aus und hängt diese in den Ausstellungskontext. Ein einfacher Eingriff der geradezu eine Flut von Assoziationen beim Betrachter weckt. Mit Präzision und einer besonderen Beobachtungsgabe konzipiert er Arbeiten, die trotz der gewichtigen Ausgangsthemen durch Einfachheit, Klarheit und Feinsinn beeindrucken.

Eröffnung: Do, 18.05.2017, 19 Uhr,
im Haus der Katholischen Kirche,
Königstr. 7, Stuttgart.
Ausstellungsdauer: 18.05- 24.06.2017.

Ausstellungsansichten

Eröffnung

  • Ordinariatsrat Dr. theol. Joachim Drumm, Leiter der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft der Diözese Rottenburg-Stuttgart eröffnete die Ausstellung mit der Frage: "Darf ein Theologe sich über diese Ausstellung freuen?"
  • Herr Weeger (Leiter KBW) dankt Herrn Drumm und Frau Dis (KBW, insight:)
  • Der Künstler Georg Lutz im Gespräch